Teil eines Werkes 
3. Theil (1847)
Entstehung
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126 Der Chevalier von Harmental⸗

weſenheit ihre Rechnung fand, ſo beklagte ſich die arme Freundſchaft nicht darüber.

Einige Minuten vor zehn Uhr begab ſich Buvat auf ſein Bureau. War ſchon daheim ſeine Angſt groß, ſo bekam dieſe auf der Straße eine wahre Schreckens⸗ geſtalt. An jeder Ecke glaubte er eine Schaarwache oder einen Häſcher zu erblicken, bereit ihn beim Krägen zu packen. Am Eingange des Place des Vietvires trat ihm plötzlich aus der Rue Pagevin ein Musketier entgegen, bei deſſen Anblick er ſo zuſammenfuhr, daß er einen ge⸗ waltigen Sprung zur Seite that und faſt unter die Rä⸗ der eines Wagens gerathen wäre. Am Eingange der Rue neuve des petits Champs hörte er taſche Schritte hinter ſich und ohne ſich umzuſehen lief er über Hals und Kopf bis in die Rue Richelien, wo ihm ſeine an einen ſolchen Galopp nicht gewöhnten Beine e verſagteir 2

Endlich langte er in der vliothet an. Er ver⸗ beugte ſich tief vor der Schildwache an der Thür, ſchlich wie ein Verbrecher über die Galerie, erreichte ſein Bu⸗ reau, verſchloß ſchnell das ganze Paket des Prinzen von Liſthnah, welches er aus Furcht vor einer Hausſuchung während ſeiner Abweſenheit zu ſich geſteckt hatte, in ſein Pult und ſank alsdann mit einem ſo ſchweren Seufzer