Der Chevalier von Harmental.,
haben, nicht wieder geſehen, ſo daß ſie einander mit großer Freude die Hände drückten. Nach den erſten Be⸗ grüßungen fragte Harmental ſeinen Freund nach der Urſache der feſtlichen Vorbereitungen; dieſer aber ver⸗ ſicherte, daß er gleichfalls von nichts wiſſe, da er ſo eben erſt von Madrid komme.
Wieder öffnete ſich die Thür und der Kanzler Ma⸗ lezieur trat in's Gemach. Sofort näherten ſich ihm die drei Herren.„Ihr Erſcheinen iſt uns über alle Maßen angenehm, liebſter Malezieur,“ rief ihm Pom⸗ padour entgegen;„wir treffen eben hier aus allen vier Welttheilen zuſammen und da ſind wir denn höchſt neu⸗ gierig zu erfahren, was wir in Sceaur eigentlich begin⸗ nen ſollen.“
„Sie ſind zu einer glänzenden Feſtlichkeit angelangt, meine Herren,“ verſetzte der Kanzler der Herzogin;„Sie ſollen der Aufnahme eines neuen Ritters in den Orden der Biene beiwohnen.“
„Alle Tauſend!“ rief Harmental, ein wenig pikirt daß man ihm nicht einmal Zeit gelaſſen hatte zuvor in der Rue du Temps perdu einzuſprechen;„deshalb alſo befahl Ihro königliche Hoheit die Frau Herzogin von Maine eine ſo große Eile an?“
„Zuvörderſt, junger Mann,“ entgegnete Malezieux,


