6 Der Chevalier von Harmental.
der Dichter Saint⸗Geneſt, der alte Abbé de Cheau⸗ lieu, Saint⸗Aulaire und die Damen de Rohan, de Croisſy, de Charrot und de Briſac. Harmental näherte ſich zuerſt dem Marquis von Pompadvur, welcher ihm in dieſer edlen und geiſt⸗ reichen Geſellſchaft am meiſten bekannt war. Sie wech⸗ ſelten einen Händedruck, traten ein wenig bei Seite und Harmental ſprach:„Mein lieber Marquis, ſagen Sie mir doch wie es kommt, daß ich hier, ſtatt wie ich fürch⸗ tete bei einer langweiligen politiſchen Berathung, bei ei⸗
nem glaͤnzenden Feſte eintreffe?“
„Ja, das weiß ich ebenfalls nicht, liebſter Chevalier,“ antwortete der Marquis;„ich bin ebenſo erſtaunt wie Sie, da ich ſo eben aus der Normandie anlange. Ich habe vor kurzem dieſelbe Frage an Laval gerichtet, der aber kommt gerade jetzt aus der Schweiz und weiß ebenſo wenig davon als wir.
In dieſem Augenblicke ward der Baron von Valef angemeldet.
„Das iſt der rechte Mann!“ rief Pompadour; „Valef gehört zu den vertrauteſten Dienern der Herzo⸗ gin; jetzt werden wir es erfahren!“ n
Harmental und Valef hatten ſich ſeit dem Tage jenes Zweikampfes, mit dem wir dieſe Geſchichte eröffnet


