162 Der Chevalier von Harmental.
Sr. Hoheit dem Regenten, der wie mir ein Traum ſagt dieſe Nacht ſehr ſpät und ſehr aufgeregt heimgekehrt ſein ſoll.“
„Nun ja, es iſt alles gut abgegangen. Der Lärm in der Rue des Bons⸗Enfants, wenn anders einer da wirklich ſtattfand, hat ſich dieſen Morgen ganz und gar gelegt. Die Herzogin von Maine hegt für diejenigen, welche durch wichtige Geſchäfte vom Arſenal fern gehal⸗ ten wurden, ebenſo viele Dankbarkeit als Geringſchätzung für die, welche ſich dort unthätig einfanden. Der Re⸗ gent aber hat dieſe Nacht geträumt, daß er ſchon König von Frankreich ſei, und darüber faſt vergeſſen, daß er nahe daran war ein Gefangener des Königs von Spa⸗ nien zu werden. Doch es gilt jetzt die Sache zu er⸗ neuern.“
„Erlauben Sie, Abbé,“ ſprach Harmental,„3etzt wäre die Reihe an Andern; ich möchte wohl ein wenig ausruhen.“
„Teufel, das ſtimmt ſchlecht zu der Nachricht die ich Ihnen bringe.“
„Und die wäre?“
„Daß Sie noch dieſen Morgen nach der Bretagne reiſen ſollen.“


