Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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158 Der Chevalier von Harmental.

erwartet hatte. Auch waren die eleganten Phraſen, wo⸗ mit er ſie anzureden gedacht hatte, aus ſeinem Gedächt⸗ niſſe wie weggezaubert; er faltete die Hände und ent⸗ gegnete mit dem feurigſten Enthuſiasmus:Ach Ba⸗ thilde, Sie ſind alſo ebenſo gut als Sie ſchön ſind!

Weshalb gut? fragte Bathilde.Haben Sie mir nicht geſchrieben daß, wenn ich eine Waiſe wäre, Sie gleichfalls keine Eltern mehr beſäßen? Haben Sie mir nicht geſagt, daß ich Ihre Schweſter ſei und daß Sie mein Bruder wären?

Sie haben alſo für mich gebetet, Bathilde? fragte Harmental innig bewegt.

Die ganze Nacht, erwiederte erröthend das junge Mädchen.

Und ich Thor, der den Zufall pries daß er mich gerettet habe, während ich doch nur durch das Gebet eines Engels geſchützt wurde!

Die Gefahr iſt alſo vorüber? fragte lebhaft Ba⸗ thilde.

Dieſe Nacht war trübe und finſter, dieſen Morgen aber ward ich durch einen freundlichen Sonnenſtrahl ge⸗ weckt antwortete Harmental;eine Wolke jedoch kann den Himmel leicht wieder verfinſtern! So iſt es gerade mit der Gefahr, die ich beſtanden habe; ſie iſt verſchwun⸗