Der Chevalier von Harmental. 159
den, um einem großen Glücke Raum zu geben, der Ge⸗ wißheit, Bathilde, daß Sie meiner gedacht haben. Aber die Gefahr kann jeden Augenblick wiederkehren und..“ er vernahm plötzlich ein Geräuſch auf der Treppe...„da pocht ſie vielleicht ſchon an meine Thür!“
Und in dieſem Augenblicke erſchallten wirklich drei laute Schläge an die Thüre des Chevaliers.“
„Wer da?“ fragte Harmental noch immer im Fenſter und mit einer Stimme, deren Feſtigkeit durch ſeine innere Aufregung etwas erſchüttert ward.
„Gut Freund!“ lautete die Antwort.
„Dank Ihrer Fürbitte, der Himmel beſchützt mich fortwährend,“ entgegnete der junge Mann;„es iſt ein guter Freund. Noch einmal alſo, den wärmſten innig⸗ ſten Dank, Bathilde!“ Und der Chevalier ſchloß ſein Fenſter, indem er dem jungen Mädchen einen ſüßen Gruß zuwarf, der faſt einem Kuſſe glich. Dann öffnete er dem Abbé Brigaud, der ungeduldig harrend ſchon wieder angeklopft hatte.
„Ei, ei,“ fragte der Abbé, bei dem auch nicht die kleinſte Gemüthsbewegung zu bemerken war,„warum verſchließen wir uns denn ſo ſorgſam mit Schloß und


