152 Der Chevalier von Harmental.
ketiers zur Frau von Sabran begab um dort zu ſon⸗ piren, auf dem Rückwege faſt entführt worden wäre.“
„Entführt!“ rief d'Argenſon erblaſſend, während der Herzog ſtaunte.„Entführt! Und durch wen?“
„Das eben iſt es was wir nicht wiſſen,“ entgegnete Dubvis;„Sie aber ſollten es wiſſen; Sie, Herr Ge⸗ neral⸗Polizei⸗Lieutenant, wenn Sie, ſtatt in der Nacht über die Polizei zu wachen, dieſelbe nicht auf andre Weiſe verbracht hätten.“— Der Regent hielt ſich vor Lachen die Seiten, als er d'Argenſon's verdutztes Ge⸗ ſicht gewahrte.
„Es iſt kein großes Verdienſt, Herr Abbé, daß Sie wiſſen was ſich zugetragen,“ nahm endlich der Letztere ſich ſammelnd das Wort.„Der Herr Regent hat Ihnen ohne Zweifel alles erzählt.“
„Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort,“ ſiel der Herzog ein,„daß ich ihm auch keine Sylbe davon geſagt habe“
„Dann iſt allerdings die Sache ſehr ernſthaft, ſprach der Polizei⸗Lieutenant,„und ich bin ſtrafbar, daß ich nichts davon gewußt habe; aber noch iſt nichts verlo⸗ ren; wir werden die Verbrecher ſchon kennen lernen um ſie nach Verdienſt zu beſtrafen.“
„Aber,“ bemerkte der Regent,„man muß der Sache keine gar zu große Wichtigkeit geben; ohne Zweifel wa⸗


