Der Chevalier von Harmental. 151
„Meinetwegen denn,“ verſetzte der Herzog;„man muß gegen heimgekehrte Freunde einige Nachſicht üben.“
Herr Voher d'Argenſon trat herein; er glich Dubois an Häßlichkeit. Nur war es eine Häßlichkeit von andrer Art.
„Herr General⸗Lieutenant,“ begann der Abbé, ohne jenem auch nur Zeit zu laſſen den Herzog zu begrüßen; „vom Herrn Regenten hier, der kein Geheimniß vor mir hat, bin ich beauftragt worden, Sie rufen zu laſſen, da⸗ mit ich von Ihnen erführe, in welcher Kleidung derſelbe geſtern Abends ausgegangen ſei, wo er die Nacht zuge⸗ bracht hat und was ihm begegnet iſt, als er zurück⸗ kehrte.— Wenn ich nicht ſo eben von London anlangte, würde ich dieſe Frage nicht an Sie richten; da ich mich aber unterwegs befand, ſo konnte ich natürlich von nichts wiſſen.“
„Aber,“ fragte dArgenſon, ahnend daß ihm eine Schlinge gelegt werde,„hat ſich denn in dieſer Nacht etwas zugetragen? Was mich betrifft, ich habe durchaus keinen Rapport erhalten. Ich hoffe, es iſt dem Herrn Regenten nichts begegnet.“
„O nein, nichts weiter als daß Ihre Hoheit, welche ſich gern Abend um 8 Uhr in der Uniform eines Mus⸗


