Der Chevalier von Harmental.
„Stehen Sie auf, Mesdemoiſelles, und entfernen Sie ſich,“ rief Madame Denis, indem ſie ſich von ihrem Sitz erhob;„entfernen Sie ſich; ſo reine Ohren wie die Ihrigen dürfen ſolche leichtfertige Reden nicht mit anhö⸗ ren!“ Und ſie trieb mit dieſen Worten Athen ais und Emilie in das Nebenzimmer, wohin ſie ihnen folgte.
Was unſern Harmental betraf, ſo verſpürte er große Luſt dem Herrn Bonifaz eine Flaſche an den
Kopf zu werfen; er begriff indeſſen, wie lächerlich er ſich
dadurch machen würde, und kämpfte ſeinen Zorn nieder. „Ich glaubte,“ ſprach er,„daß der ehrliche Bürger, den ich auf der kleinen Terraſſe gewahrte— denn der iſt es doch ohne Zweifel welchen Sie meinen, Boniſ
„Allerdings, der alte Schuft,“ unterbrach ihn Bo⸗ nifaz;„wer ſollte das von ihm glauben?“
„Er iſt ihr Vater, nicht wahr?“ fragte der Cheva⸗ lier. „Ihr Vater? Hat die denn einen Vater dieſe Demvi⸗ ſelle Bathilde? Rein, ich ſage Ihnen, ſie hat keinen Vater!“
„Oder vielleicht Ihr Oheim?“
„Ihr Oheim? Nun ja, vielleicht wie man das in der Bretagne verſteht, anders aber...“ „Bonifaz,“ ſprach Madame Denis, welche wieder


