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Der Chevalier von Harmental. 19
„Ach, Sie meinen Mademoiſelle Bathilde,“ unter⸗ brach ihn der Chavalier ſich vergeſſend.
„Wie, Sie kennen ſie ſchon?“ bemerkte Bonifaz; „vortrefſtich, dann wird es eine ſchöne Geſchichte werden!“
„Wirſt Du gleich ſchweigen, Bonifaz!“ gebot raſch ſeine Mutter.
„Ei was, Mama!“ rief Bonifaz;„man muß doch ſeine Miethsleute von allem gehörig unterrichten! Sie arbeiten nicht bei einem Procurator, Mama, ſonſt wür⸗ den Sie das wiſſen.“
„Was kann Herr Raouf mit Mademoiſelle Bathilde zu ſchaffen haben?“
„Was er mit ihr zu ſchafſen haben kann?“ antwor⸗ tete ihr hoffnungsvoller Sohn;„bevor acht Tage verge⸗ hen, wird er bis über die Ohren in ſie verliebt ſein oder er wäre kein Mann! Und es iſt keine Kleinigkeit eine Coquette zu lieben!“„*
„Eine Coquette?“ fragte Harmental erſtaunt.
„Ja, ja, eine Coquette!“ rief Bonifaz;„ich habe es einmal geſagt und ich widerrufe nicht; eine Coquette, die mit jungen Leuten liebäugelt und bei einem alten Manne wohnt; ihre verwünſchte Wirzz nicht gerechnet, die meine Vonbons frißt und zum Dank dafür, jedesmal wenn ſie mit begehnet, nach meinen Waden ſchnappt!“


