Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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Der Chevalier von Harmental. 11

und jetzt in ſeinem Herzen laut nachklingenden Melodien ſchützten ihn wie eine Zauberrüſtung gegen die noch im⸗ mer im Nebenzimmer erſchallenden Töne.

O ſehen Sie nur, wie eifrig er hinhorcht! ſprach Madame Denis leiſe zum Abbé;wahrlich, es gewährt Vergnügen ſich für einen jungen Mann wie ihn einiger⸗ maßen zu bemühen. Ich will es auch Herrn Frémont ſchon ſagen!

Wer iſt Herr Frémont? fragte der Abbé ſein Glas füllend.

Mein Miethsmann im dritten Stockwerk, ein kleiner Rentier mit 1200 Livres jährlicher Einkünfte, deſſen Mops mich ſchon mit dem ganzen Hauſe in Zwietracht gebracht hat und der ſich jetzt bei mir beklagt, daß Herr Ravul ihn und ſeinen Hund im Schlafen geſtört habe.

Meine liebe Madame Denis, entgegnete der Abbé Brigaud,Sie müſſen ſich darum nicht mit dem Herrn Frémont überwerfen. Zwei Uhr Morgens iſt eine unpaſſende Zeit; will mein Zögling durchaus wachen, ſo mag er am Tage muſiciren und des Nachts zeichnen.

Wie, Herr Raoul zeichnet auch! rief Madame Denis, ganz erſtaunt über dieſen neuen Zuwachs von Geſchicklichkeit.

Ob er zeichnet? Wie Mignard!