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Ohr der Thür zuneigte,„jetzt ſind die Rollen gewechſelt, Athenais ſingt und Emilie begleitet ſie auf der Viole dAmour.“
Madame Denis ſchien eine beſondre Vorliebe für Athenais zu haben, denn ſtatt daß ſie, während Emi⸗ lie ſang, geſchwatzt hatte, hörte ſie jetzt von Anfang bis zu Ende die Romanze an, welche Athenais ſang, die Augen zärtlich auf den Abbé Brigaud gerichtet, der ſich unterdeſſen die Speiſen und den Wein trefflich ſchmecken ließ und ſich damit begnügte ihren Blick durch ein beifälliges Kopfnicken zu erwiedern. Uebrigens ſang Athenais etwas richtiger als ihre Schweſter, ein Vor⸗ zug welcher indeß durch einen Mangel wieder aufgehoben wurde, der auf das Ohr des Chevaliers furchtbar wirkte; ſie beſaß nämlich eine Stimme von außerordentlicher Tiefe. 2
Was nun Madame Denis betraf, ſo nickte ſie den Takt dermaßen falſch, daß ſie dadurch weit eher ihre mütterliche Liebe als ihre muſikaliſche Kenntniß beur⸗ kundete.
Ein Duett folgte nun den Soli; die Fräulein De⸗ nis ſchienen ſich verſchworen zu haben ihr ganzes Reper⸗ toir zu erſchöpfen. Harmental ſuchte unter dem Tiſche die Füße des Abbé Brigaud, um ihm wenigſtens einen
Der Chevalier von Harmental.


