ging daher zu dem Marquis von D““ und gab ihm Ohrfeigen, denn dieſer Menſch ſpeculirte auf die ehebrecheriſche Lebensweiſe ſeiner Frau und war die Veranlaſſung zu Allem, was wir hatten leiden und befuͤrchten muͤſſen.
„Der Marquis ließ ſich dieſe Beſchimpfung ruhig gefallen und ſagte kein Wort dazu; nur ſchrieb er ſeinem Sohne den Vorfall, wobei er ihm natuͤr⸗ lich die wahren Beweggruͤnde deſſelben verſchwieg, und der Sohn, welcher in Afrika als Offizier diente und ein braver junger Mann war, verlangte einen Urlaub, um die ſeinem Vater widerfahrene Schmach zu raͤchen.
„Wir befanden uns in Nizza— denn alle dieſe Schlaͤge des Schickſals hatten meine Geſund⸗ heit ſo erſchuͤttert, daß mir die Luft des Suͤdens dringend noͤthig geworden war— als wir eines Morgens, es moͤgen zwei Monate her ſein, den Beſuch des Grafen von D“ empfingen, der von meinem Gatten Genugthuung fuͤr die ſeinem Va⸗ ter zugefuͤgte Beſchimpfung forderte.
„Sie ſchlugen ſich und man brachte mir mei⸗ nen Gatten mit einer Kugel in der Bruſt zuruͤck.


