Druckschrift 
Cäsarine / von Alexander Dumas. Ins Deutsche übertr. von Ludwig Fort
Entstehung
Einzelbild herunterladen

138

Laß Deinen Oheim fuͤr wahnſinnig erklaͤ⸗ ren, dies wird Dir wenig Muͤhe koſten.

Das kann ich nicht, antwortete mir Heinrich. Unter uns geſagt, ich nehme keinen An⸗ ſtand, ihm die bitterſten Vorwuͤrfe zu machen, allein es wäre mir unmoͤglich, ihm einen oͤffentli⸗ chen Schimpf anzuthun. Mein Vater hat mich ihm anvertraut, er hat mich erzogen, und ich weiß, daß er mich im Grunde herzlich liebt. Aber er macht mich ſehr unglucklich!

Inzwiſchen ſtarb meine Mutter. Den wah⸗ ren Grund, warum wir Frankreich verließen, hatte mir Heinrich verſchwiegen.

Der alte Baron hatte die hundertzwanzig⸗ tauſend Franken, welche ihm mein Gatte bei unſrer Verbindung geſchenkt, vollſtändig durchgebracht und war abermals von allen Hilfsmitteln entbloͤßt.

Heinrich brachte ein letztes Opfer, ſetzte ihm funfzigtauſend Franken als unveräußerliches Kapi⸗ tal aus, und um nicht laͤnger Zeuge ſeiner Aus⸗ ſchweifungen zu ſein, verließen wir Frankreich.

Ich habe gethan, was ich thun mußte,