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Cäsarine / von Alexander Dumas. Ins Deutsche übertr. von Ludwig Fort
Entstehung
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daß das Blut ſchon begehrend in dieſem ſchönen Koͤrper circulirte, den ein Kleid von Muſſelin nicht feſt genug umſchloß. Das Corſet verſchleierte nur unvollſtaͤndig unter ſeinen zahlreichen Falten einen Buſen, ſo feſt wie Marmor, ſo weiß wie Milch, und deſſen beide Halbkugeln, wenn das junge Maͤd⸗ chen ſich des Abends entkleidete, den goldenen run⸗ den Fruchten des Herbſtes glichen, mit denen Eva den armen Adam verfuͤhrte.

Welch' einen wundervollen Anblick gewährt ein junges Mädchen, wenn noch keine Wolke ihren Fruͤhling verdunkelt, wenn noch kein Schmerz ihre Stirn getruͤbt, wenn noch keine Hand die ſchoͤne Frucht beruͤhrt hat!

Habt Ihr ſchon einmal ein ſolches Mädchen ſtundenlang betrachtet, wie man ein ſchoͤnes Ge⸗ malde betrachtet? nur iſt das Gemaͤlde, ſo ſi ſchoͤn, ſo ausdrucksvoll, ſo wahr es auch ſei, nicht im Stande, im Herzen Gefuͤhle und Stimmen zu wecken, welche beim Anblick eines ſchoͤnen jungen Maͤdchens darin erwachen, der die Natur ſchon verrathen hat, daß es in der Welt noch etwas Ande⸗ res zu lieben giebt, als Vater, Mutter und Schwe⸗