230
ſchen geſehen, der den Sand mit ſeinen Händen aus⸗ gegraben hat.“
„Man hat alſo Herrn Chollet beſtohlen?“
„Ich glaube wohl, man hat ihm zweihundert und dreißig Lonis d'or genommen, nicht mehr!“
„Oh! verzeih, mein armer Bernard!“ ſprach der Vater Gnillaume;„ich wußte nicht, daß man den Pa⸗ riſer beſtohlen hatte, als ich Dich fragte, ob Du ſein Mörder ſeiſt.“
„Ich danke, mein Vater!“ erwiederte Bernard.
„Aber der Dieb?“ fragte der Maire.
„Ich ſage ja, ich kenne ihn nicht. Nur iſt er von der Stelle, wo er geſchoſſen, zu der, wo Herr Chollet gefallen war, laufend in einen Kaninchenbau getreten und hat ſich den linken Fuß verrenkt.“
Ha! der Teufel!“ murmelte Mathien, welcher fühlte,
wie ſich ſeine rothen Haare auf ſeinem Kopfe ſträubten.
„Oh! das iſt zu ſtark,“ rief der Maire.„Wie
kannſt Du wiſſen, daß er ſich eine Verrenkung zugezo⸗ gen hat?“ .„Ah! ein ſchöner Witz!, verſetzte Frangois;„drei⸗ ßig Schritte weit ſind die zwei Füße auf gleiche Weiſe markirt; auf dem ganzen übrigen Wege trägt nur einer die Laſt des Körpers: dieſer iſt der rechte; vom an⸗ dern findet ſich kaum eine Spur: das iſt der linke; er hat ſich alſo den linken Fuß verrenkt, und wenn er ſich darauf ſtützt, thut es ihm wehe.“
„Ah!“ murmelte Mathien.
„Darum iſt er nicht entflohen,“ fuhr Frangois fort.„Nein! wenn er geflohen wäre, ſo dürfte er zu dieſer Stunde fünf bis ſechs Meilen von hier ſein, um ſo mehr, als er mit den Füßen, die er hat, gut marſchiren muß. Rein! er hat ſeine zweihundert und dreißig Louis dor zwanzig Schritte von der Straße und hundert Schritte von hier vergraben, zwiſchen
zwei großen Büſchen am Fuße einer Birkes ſie läßt


