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Bernard ſtand auf und warf ſich in die Arme ſei⸗ nes Vaters.
„Nun,“ ſagte dieſer, indem er auf die Seite trat, „nun iſt es an Dir, Alte.“
„O mein Kind! mein theures Kind!“ rief die Mutter Watrin,„es iſt mir alſo noch erlaubt, Dich zu umarmen!“
Und ſie ſchlang ihre Arme um ſeinen Hals.
„Meine gute, meine vortreffliche Mutter!“ rief Bernard.
Catherine wartete; als ſie aber eine Bewegung machte, um zum Gefangenen zu gehen, da winkte die⸗ ſer mit beiden Händen und ſprach:
„Später, ſpäter... Catherine, ich habe auch
bei Ihrem ewigen Heile eine Frage an Sie zu richten.“
Catherine wich mit einem ſanften Lächeln zurück, denn ſie war nun auch ſicher der Unſchuld von Ber⸗ nard, wie der ihrigen.
Was Catherine leiſe dachte, ſprach die Mutter Watrin laut aus.
„Oh!“ rief ſie, nachdem ſie ihren Sohn umarmt hatte,„ich ſtehe dafür, daß er unſchuldig iſt.“
„Gut!“ verſetzte der Maire hohnlächelnd,„glau⸗ ben Sie etwa, wenn er ſchuldig ſei, werde er ganz gutmüthig ſagen:„„Nun wohl! ja, ich habe Herrn
Chollet getödtet““ Man iſt, bei Gott, nicht ſo
dumm!“
Bernard heftete auf den Maire ſein klares, faſt gebietendes Auge und ſprach mit einer großen Ein⸗ fachheit des Ausdrucks:
„Ich ſage, nicht für Sie, Herr Maire, ſondern für diejenigen, welche mich lieben, ich ſage,— und Gott, der mich hört, weiß, ob ich lüge oder die Wahr⸗ heit rede:„„Ja, meine erſte Bewegung war, Herrn Chollet zu tödten als ich Catherine erſcheinen ſah⸗


