212 „Um Ihnen zu ſagen, ob Bernard der Mörder von Herrn Lonis Chollet iſt, oder nicht iſt.“ Und ohne ſeinen Hut und ſein Gewehr zu neh⸗ men, ſtürzte Francvis aus dem„ und ver⸗ ſchwand unter dem Hochwalde lauf
XIX. Der Blick eines ehrlichen Menſchen.
Guillaume war in ſeinem Innern dergeſtalt mit
dem, was ihm Frangvis geſagt, beſchäftigt und ſuchte
ſich mit ſolcher Hartnäckigkeit ſein Vorhaben klar zu machen, daß er zwei Dinge kaum bemerkte: einmal, daß ſeine Frau ohnmächtig geworden, und ſodann, daß der Abbé Gregvire zurückgekehrt war.
Catherine aber erblickte den würdigen Prieſter, den man wegen ſeiner ſchwarzen Kleidung in der Dunkelheit kaum unterſcheiden konnte.
„Ah!“ rief ſie auf ihn zulaufend;„Sie ſind es, Herr Abbé, Sie da?“
„Ja,“ erwiederte er,„ich habe vermuthet, es gebe hier Thränen zu trocknen, und ich bin zurückgekommen.“
„Oh! mein Gott! mein Gott! das iſt meine Schuld,“ rief die Mutter Watrin, die von ihrem Stuhle auf die Kniee ſank;„das iſt meine Schuld!“
Und die arme reumüthige Sünderin ſchlug mit mit ihren Fäuſten an ihre mütterliche
ruſt.
„Ach! mein lieber Guillaume, er ſagte wohl, als
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