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„Mathieu! Mathieu!“
„Verhafter!“ wiederholte Guillaume;„wie? wa⸗ rum dies?“
„Eil ich kann es Ihnen nicht genau ſagen,“ er⸗ wiederte Mathien, der langſam die Stube in. ihrer ganzen Breite durchſchritt, um ſich in der Ecke des Kamins an ſeinen gewöhnlichen Platz zu ſetzen;„es ſcheint, man hat auf den Pariſer geſchoſſen. Die Gen⸗ darmen, welche vom Feſte von Corch zurückkamen, ſahen Bernard, der entfloh; da liefen ſie ihm nach, packten ihn beim Kragen, banden ihn und führten ihn fort.“
„Aber wohin führten ſie ihn?“ fragte Guillaume.
„Oh! ich weiß nicht, wohin man die Leute führt, welche gemordet haben. Nur ſagte ich zu mir ſelbſt: „„Ich liebe Herrn Bernard, ich liebe Herrn Guillaume, ich liebe das ganze Haus Watrin, das mir ſo viel Gutes gethan, das mich ernährt und erwärmt hat: ich muß Ihnen das Unglück mittheilen, das dem ar⸗ men Herrn Bernard widerfahren iſt, weil am Ende, wenn es ein Mittel gibt, ihn zu retten...“
„Mein Gott! mein Gott!“ rief die Mutter,„und wenn ich bedenke, daß meine Halsſtarrigkeit, meine elende Halsſtarrigkeit an Allem dem Schuld iſt!“
Der Vater Guillaume ſchien ruhiger und ſtärker zu ſein, litt aber vielleicht, trotz des Anſcheins, mehr als ſeine Frau.
„Und Du ſagſt, Frangvis,“ fragte er leiſe,„Du ſagſt, Du habeſt das Geräuſch ſeiner Flinte erkannt?“
„Ich habe es geſagt, und dafür ſtehe ich.“
„Bernard, ein Mörder?“ murmelte Guillaume; „unmöglich.“
„Hören Sie,“ ſprach Frangois, plötzlich ergriffen von einer Erleuchtung.
„Was?“ fragte der alte Forſtwart.
„Ich bitte Sie um drei Viertelſtunden.“
„Wozu?“


