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„Ein wenig Waſſer, um Gotteswillen!“ ſagte ſie; „ich erſticke!“
Die Mutter Watrin beeilte ſich, der guten Frau zu bringen, was ſie verlangte.
Dieſe trank gierig.
„Gut! nun kann ich ſprechen, und ich werde Ih⸗ nen ſagen, was mich hierher führt.“
„Sagt es, Mutter, ſagt es!“ riefen gleichzeitig Guillaume und Marianne, während Frangois beiſeit blieb und traurig den Kopf ſchüttelte.
„Nun wohl!“ fuhr die Mutter Tellier fort,„ich komme im Auftrage Ihres Jungen.“
„Im Auftrage meines Sohnes?“ verſetzten Guil⸗ laume und Marianne.
„Was iſt ihm denn geſchehen, dem armen jungen
Mann?“ fragte die Bötin,„er iſt vor einer Stunde
bleich wie ein Todter bei mir eingetreten.“
„Frau!“ rief Guillaume, Marianne anſchauend.
„Schweig doch, ſchweig doch,“ murmelte dieſe, denn ſie begriff, was Alles an Vorwürfen in dieſem einzigen Worte lag.
„Er hat Zug um Zug zwei bis drei Gläſer Wein getrunken. Wenn ich ſage Zug um Zug, ſo täuſche ich mich, er hat ſie auf einen Zug getrunken, denn ertrank aus der Flaſche.“
Dieſer einzige Umſtand genügte, um Guillaume zu erſchrecken: aus der Flaſche trinken war etwas, was ſo wenig den Gewohnheiten von Bernard entſprach, daß dieſe Handlung allein eine bedeutende Störung im Gleichgewichte ſeines Geiſtes bezeichnete.
„Bernard trank aus der Flaſche?“ wiederholte Guillaume;„unmöglich!“
„Und er trank nur ſo, ohne etwas zu ſagen?“ fragte Marianne.
„Doch,“ erwiederte die gute Frau;„er ſprach im Gegentheil zu mir:„„Mutter Tellier, thut mir den Ge⸗
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