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Drama vorfiel, das den Tod des Forſtwarts Choron herbeiführte.
Doch zur Zeit, wo dieſe Geſchichte beginnt, die wir erzählen wollen, nämlich in den erſten Tagen des Mai 1829, war das neue Haus bewohnt von Guillaume Watrin, Forſtwart des Revieres Chavigny, von Marianne Charlotte Choron, ſeiner Frau, die man nur die Mut⸗ ter nannte, und von Bernard Watrin, ihrem Sohne, der nur unter dem Namen Bernard bekannt war.
Ein Mädchen— die Heldin unſerer Geſchichte— Namens Catherine Blum, hatte auch in dieſem Hauſe gewohnt, wohnte aber ſeit Kurzem nicht mehr daſelbſt.
Wir werden übrigens, nach unſerer Gewohnheit, die Urſachen der Abweſenheit oder der Gegenwart der Perſonen angeben, ihr Alter nennen, ihr Aeußeres und ihren Charakter ſchildern, ſowie ſie in Scene treten.
Gehen wir alſo ganz einfach zu der von uns ge⸗ nannten Periode, das heißt zum 12. Mai 1829 zurück.
Es iſt halb vier Uhr Morgens; der erſte Schim⸗ mer des Tages dringt durch die Blätter der Bäume, welche noch grün von jenem jungfräulichen Grün, das nur ein paar Wochen dauert; der geringſte Wind macht einen eiſigen Thau regnen, der am Ende der Zweige zit⸗ lert und auf die großen Gräſer wie ein Hagel vos Diamanten rollt.
Ein junger Mann von dreiundzwanzig bis vier⸗ undzwanzig Jahren, blond, mit lebhaften, verſtändigen Augen, mit dem abgemeſſenen, an lange Märſche ge⸗ wöhnten Fußgängern eigenthümlichen Schritte gehend, bekleidet mit der kleinen Uniform der Forſtleute, näm⸗ lich einer blauen Jacke mit dem ſilbernen Eichenlaube am Kragen, einer ähnlichen Mütze, Sammethoſen, großen ledernen Kamaſchen mit meſſingenen Schnallen, mit einer Hand ſeine Flinte auf der Schulter haltend, mit der andern einen Leithund am Riemen führend, ging durch die Maäuer des Parkes durch eine ihrer Oeffnungen


