Druckschrift 
Catherine Blum / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
Einzelbild herunterladen

22

veränderlich zu der ehrwürdigen Race der Dachshunde

mit den krummen Beinen gehören, eine Rate, der die Ehre 9

zu Theil geworden iſt, meinen berühmten Freund Decamps zu ihrem gewöhnlichen Maler gehabt zu haben, ſind, ebenfalls unveränderlich, ein Männchen und ein Weib⸗ chen; das Weibchen heißt Ravaude, das Männchen Barbaro. Bei letzterem Punkte indeſſen, nämlich bei dem der Namen, hieße es, wie man wohl begreift, ſich ſyſtematiſch zeigen, wäre man abſolut.

Im Sommer iſt es etwas Anderes: das Haus macht die Sieſta; es hat ſeine hölzernen Augenlider geſchloſſen. Sein Kamin athmet nicht; nur die gegen

Norden liegende Thüre allein bleibt offen, um die

Straße zu überwachen; die zwei Dachshunde haben ſich entweder in ihren Stall zurückgezogen, in deſſen Tiefen der Reiſende eine ungeſtalte Maſſe erblickt, oder ſie ſind längs der Mauer ausgeſtreckt, an deren Fuß ſie zugleich die Kühle des Schattens und die Feuchtigkeit des Steines ſuchen.

Im Herbſte hat ſich die Weinrebe roth gefärbt; das grüne Gewand des Frühlings hat warme, ſpie⸗ gelnde Töne angenommen, wie ſie der Sammet und der Atlaß haben, wenn ſie getragen worden ſind; die Fen⸗ ſter ſtehen halb offen, doch auf die Gelbveilchen und die Afterkamillen, dieſe Blumen des Frühlings, ſind die Maßlieben und die Goldblumen gefolgt. Der Ka⸗ min fängt wieder an, in der Luft weiße Rauchflocken auszuſtrenen, und geht man an der Thüre vorüber, ſo zieht das Feuer, das auf dem Herde brennt, obgleich halb verborgen durch den Fleiſchtopf und die Caſſerole, das Ange des Reiſenden an.

Ravande und Barbarv haben die Schläfrigkeit des Aprils und den Schlaf des Juli abgeſchüttelt; ſie find voll Ungeduld und Hitze; ſie zerren an ihrer Kette, ſie bellen, ſie heulen; ſie fühlen, daß die Stunde der Thätigkeit für ſie gekommen iſt, daß die Jagd eröff⸗