Angen, in denen ſich der Himmel ſpiegelt, blinzeln. Dort werden wir, ein wenig gegen Süden abweichend, das reizende Schlößchen Villers⸗Heran beſchauen, wo
ich als kleines Kind unter den Gebüſchen, durch die
grünen Hagebuchen die lebendigen Blumen ſuchte, die ſich Louiſe, Cätilie, Auguſtine, Caroline, Henriette, Hermine nannten. Ach! heute ſind zwei oder drei von dieſen ſo ſchönen, geſchmeidigen Stängeln unter dem Hauche des Todes gebrochen; die Andern ſind Mütter, einige Großmütter? es ſind vierzig Jahre ſeit der Epoche, von der ich mit Dir ſpreche, mein liebes Kind, das Du erſt in zwanzig Jahren wiſſen wirſt, was vierzig Jahre ſind.
Sodann werden wir, die Wanderung fortſetzend, durch Corcy gehen. Siehſt Du jenen jähen Abhang mit Apfelbäumen beſäet, der ſeine Baſe in einen Teich mit grünem Waſſer und grünen Gräſern taucht? Fort⸗ geriſſen auf einem Charabane durch ein blödſinniges oder wüthendes Pferd,— ſie haben nie genau er⸗ fahren, ob es das Eine oder das Andere war,— rollten eines Tags drei junge Leute wie eine Lawine, als wollten ſie ſich geraden Weges in dieſen Cocytus ſtürzen! Zum Glücke hing ſich eines der Räder an einem Apfelbaume an; dieſer Apfelbaum wurde faſt entwurzelt. Zwei von den jungen Leuten wurden über das Pferd hinausgeſchleudert, der Dritte blieb, wie Abſalon, an einem Aſte hängen, nicht beim Haare, obgleich ſein Haar ſtark genng hiezu geweſen wäre, ſondern mit der Hand! Die über das Pferd hinaus⸗ geſchlenderten zwei jungen Leute war der Eine mein Vetter Hippolyte Leroy, von dem Du mich zuweilen haſt ſprechen hören, der Andere mein Freund Adolph von Leuven, von dem Du mich immer ſprechen hörſt; der Dritte, das war ich.
Wie wäre es meinem Leben ergangen, und folg⸗ lich dem Deinigen, mein liebes, armes Kind, hätte ſich


