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»Ungere(ht! sagt Ihr, meine Schwester?«
»So ungerecht, daß, wenn ich nicht für Eure Ma- jestät die mit Freundschaft gemischte Achtung gehabt hätte, die ich immer habe...«
»Nun?««
»Daß ich meinen Bruder Karl, über den ich Alles vermag, gebeten hätte...«
Der König bebte.
»Was denn?«
»Ich hätte ihn gebeten, Euch vorstellen zu lassen, daß Monsiettr und sein Günstling, der Herr Chevalier von Lorraine, sich nicht ungestraft zu Henkern meines Glückes und meiner Ehre machen dürfen.« fch 2»Der Chevalier von Lorraine, dieses sinstere Ge- l t«« »Ist mein Todfeind. So lange dieser Mensch in. meinem Hause Iebt, wo ihn Monsieur zurückhält und ihm jede Gewalt gibt, werde ich die letzte Frau dieses Reiches sein.«
»Somit,« sprach der König langsam,»fomit nennt Jhr Euren Bruder von England einen besseren Freund, als mich?«
»Die Handlungen sind da, Sire.«.
»Und Jhr wollt lieber Hülfe verlangen von...««
»Von 1neinemBaterland,« erwiederte sie mit Stolz; »ja, Sire.«« ·
»Meine Freundin-' sagte der König,»Ihr seid die Enkelin von Heinrich 1V. wie ich. Vetter undSchwa- ger, hat das am Ende nicht den Werth des Titels leib- licher Bruder?«"
»So handelM
,,Schließen wir ein Bündniß?«« ,,Fangt an.«’
»Ich habe, sagt Jhr, Guiche ungerecht verbannt?«
»Oh! ja,« antwortete sie errüthend- T «Guiche wird zurückkommen.«« »Gut.«


