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Man sah an der verlegetien Miene von Monsieur, wie peinlich ihnsdas Gespräch des Königs mit seiner Gemahlin war. Die Augen von Madame waren bei- nahe roth; wollte sie sich beklagen, wollte sie einen kleinen Scandal bei vollem Hofe machen?
Der König nahm sie auf die Seite und sagte mit einem so sanften Tone, daß er die Prinzessin an die Tage erinnern mußte, wo man sie unt ihrer selbst wil- len geliebt hattet
"»Meine Schwester, warum haben diese schönen Augen geweint?«
»Sire...« siammelte sie.
»Monsieur ist eifersüchtig, nicht wahr?-«
Sie schaute nach der Seite von Monsie11r, ein un- trügliches Zeichen, das den Prinzen benachrichtigte, man beschäftigte sich mit ihm.
,,Ja,« antwortete sie.
»Höret mich an ,« fuhr der König fort,»wenn Eure Freunde Euch bloßstellen, so ist es nicht der Feh- ler von Monsieur.«
Er sprach diese Worte mit einer solchen Milde, daß Madame, welche seit langer Zeit so viel Kummer hatte, beinahe in Thränen ausgebrochen wäre.
»Ruhig, liebes Schwesterchen,«« sagte der König- »erzählt mir diese Schmerzen; bei meinem Bruderwort- sie erregen mein Mitleid; bei meinem Königswort, ich werde ihnen ein Ziel setzen.·«
Sie schlug ihre schönen Augen auf und erwiederte schwermüthig:
»Nicht meine Freunde sind es, die mich compro- mittirenz sie sind abwesend oder verborgen; man hat sie,»die so ergeben, so gut, so rechtschaffen, bei Eurer Majestät in Ungnade gebracht-«,
»Ihr sagt das wegen Gusche, den ich aus die Bitte von Monsieur verbannt habe?««.
»Und der sich seit dieser ungerechten Verbannung.
einmal des Tags tödten zu lassen sucht l«
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