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Am Abend setzte sich d’Artagnan wirklich an die Tafel des Königs, neben Herrin Colbert und den Herrn Herzog von Alameda.
Der König war heiter. Er sagte tausend Artig- keiten der Königin, tausend Zärtlichkeiten Madame, welche an seiner Linken saß und sehr traurig aussah. Man hätte glauben sollen, man befinde sich in der Zeit der Ruhe, da der Köiiig in den Augen seiner Mutter auf die Billiguiig oder die Mißbilllgung dessen, was er gesagt, lauerte.
Voit Geliebtinnen war bei diesem Mahle nicht die Rede. Der König richtete wiederholt das Wort an Aramis, den er Herr Botschaster nannte, was das Er- staunen Vermehrte, das d’Artagnan schoii darüber fühlte, daß er seinen Freund, den Rebelleti, so Vortrefflich am Hofe aufgenommen, so wohl gelitteti sah.
Als der König aufstand, machte er Colbert, dessen Auge das des Herrn bespähte, ein Zeichen.
Colbert nahm d’Artagnan und Araniis beiseit. Der König plauderte mit seiner Schwägerin, während sich Monsieur unruhig und mit einer ängstlichen Miene, ohne seine Frau und seinen Bruder mit dem Augeuwinkel zu verlasse11, mit der Königin unterhielt-
Das Gespräch zwischen Aramis, d’Artagnan undColbert drehte sich um verschiedene Gegenstände Es war von den vorhergehenden Ministern die Rede. Colbert erzählte von Mazarln und ließ sich von Richelieu erzählen.
D’Artagnan mußte unablässig staunend diesen Mann mit den dicketr Augenbrauen und der niedrigen Stirne anschauen, der so großes Wissen und eine so heitere Laune entwickelte. Aramis wunderte sich über diese Leichtigkeit des Geistes, die es einem ernsten Mann ge- stattete, den Augenblick einer tieferen Unterredung zu ver-zögern, auf die Niemand anfpielte, obgleich die drei Redenden fül)lte11, daß sie nahe bevorstand
Die drei Musketierw Braselonne. Il. 22


