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Raoul beschleunigtc seinen Abgang, ohne noch Alles zu erratbeii, doch er fühlte, daß er lästig war.
Madame bereitete ein Wort des Uebergangs, um sich zu erbolen, als sin) ein Schrank dem Alcoven ge- genüber öffnete und Guiche ganz strahlend aus diesem Schranke her-austrat. Der Bleichste von allen Vieren war- es ist nicht zu leugnen, abermals Raoul. Die Prinzessin wäre jedoch beinahe in Ohnmacht gefallen und stützte sich auf deii Fuß des Bettes.
Niemand wagte es, sie zu halten- Diese Sceiie nahin ein paar Minuten in eineni erschrecklichen Still- schweigen ein«
Raoul unterbrach es; er ging auf den Grafenr, desseii Knie die unbeschreibliche Gemüthsbewegiiiig zittern wachte, zu, ergriff seine Haiid und sprach:
«Lieber Gras, sagt Madame, ich sei zu unglücklich, um nicht meine Begnadigung zu verdienen; sagt ihr auch, ich habe in meinem Leben geliebt, nnd der Greuel des Verraths, den man gegeii mich begangen, mache mich unerbittlich sin jeden andern Verrath, der um mich her begangen werde.
«Daruin, meist Fräuleiii,-« sagte er lächeliid zu Montalais,»dai«um werde ich nie das Geheimuistder Besuche meines Freundes bei Euck) unter die Leute bringen. Erlangt voii Madaine, von Madame, die so mild und so edelmüthig ist, daß sie Euch dieselben auch verzeiht, sie, die Euch so eben überrascht hat« Jl)r seid Beide frei, liebt Euch, seid glücklich.««
,Die Priuzessin hatte einen Augenblick der Ver- zweiflung, der sich nicht schildern läßt; trotz der außer- ordentlichen Zartheit, voii der Raoiil eine Probe ab-
,.gelegt, widerstrebte es ihr- sich der Willkühr einer
Judiscretion anheimgegeben zu fühlen.
Es widerstrebte ihr eben so«sehr, den ihr durch diesen zarten Betrug gebotenen Ausweg anzunehmen. Lebhaft, nervig, sträubte sie sich gegen die doppelte Last dieses doppelten Berdruffes.


