Teil eines Werkes 
2. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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Abends ausgegangen und die Regierungskaſſe iſt ganz ge⸗ wiß um dieſe Stunde nicht geöffnet.

Die Alte wechſelte die Banknote und ſtellte dabei ihre Vermuthungen an. Dieſes Bankbillet von tauſend Francs, welches commentirt und vervielfältigt wurde, brachte unter den Klatſchgevatterinnen der Rue des Vignes St. Marcel eine Menge Geſchichten hervor.

Während der nächſten Tage geſchah es, daß Jean Val⸗ jean in Hemdsärmeln auf dem Gange Holz ſägte. Die Alte war in dem Zimmer und beſorgte die Wirthſchaft. Sie war allein, Coſette beſchäftigte ſich damit, das Holz zu bewundern, welches geſägt wurde. Die Alte ſah den gelben Rock an einem Ragel hängen und unterſuchte ihn. Das Unterfutter war wieder zugenäht worden. Die gute Frau betaſtete ihn aufmerkſam und glaubte in den Schößen und in den Aermelausſchnitten ziemlich viel Papier zu füh⸗ len. Ohne Zweifel andere Tauſendfrancsbillets!

Außerdem bemerkte ſie, daß in den Taſchen allerhand Dinge ſteckten. Nicht nur Nadel und Scheere, die ſie ge⸗ geſehen hatte, ſondern auch eine dicke Brieftaſche, ein großes Meſſer und ganz beſonders verdächtig waren mehrere Per⸗ rücken von verſchiedener Farbe. Jede Taſche dieſes Ueber⸗ rockes ſchien eine Vorſichtsmaßregel für gewiſſe unerwartete Ereigniſſe zu ſein.

So erreichten die Bewohner der Baracke die letzten Tage des Winters.