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IV. Die Bemerkungen der Hauptmietherin.
Jean Valjean beſaß die Klugheit, am Tage nicht aus⸗ zugehen. Jeden Abend machte er in der Dämmerung einen Spaziergang von ein oder zwei Stunden. Zuweilen allein, oft mit Coſette, indem er die einſamſten Nebenalleen der Boulevards aufſuchte und mit Anbruch der Nacht in die Kirchen trat. Gern ging er nach St. Medard, der nächſten Kirche. Wenn er Coſette nicht mitnahm, blieb ſie bei der alten Frau, allein es war die Freude des Kindes, mit dem guten Manne auszugehen. Sie zog eine Stunde mit ihm den zärtlichſten téte-A-téte mit Catharine vor. Er hielt ſie an der Hand, wenn er ging und ſagte ihr die freundlichſten Dinge.—
Es fand ſich, daß Coſette ſehr heiter war.
Die Alte beſorgte die Wirthſchaft, die Küche und die Einkäufe. 1
Sie lebten höchſt einfach, hatten zwar immer etwas Feuer, aber nur wie Leute in ſehr beſchränkten Verhältniſſen. Jean Valjean hatte nichts an dem Mobiliar des erſten Tages geändert, nur hatte er an die Stelle der Glasthür nach dem Cabinet Coſettens eine volle Thür machen laſſen.—
Er trug beſtändig ſeinen gelben Ueberrock, ſeine ſchwar⸗ zen Hoſen und ſeinen alten Hut. Auf der Straße hielt man ihn für einen Armen. Zuweilen geſchah es, daß mit⸗
leidige Frauen ſich umwendeten und ihm einen Sou gaben.
Jean Valjean empfing den Sou und grüßte ehrerbietig. Es ge⸗


