Teil eines Werkes 
2. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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kommen würde? u. ſ. w. u. ſ. w. Plötzlich rief ſie aus: Wie hübſch das hier iſt!

Es war ein abſcheuliches Loch; aber ſie fühlte ſich frei.

Soll ich kehren? fragte ſie endlich.

Spiele, ſagte Jean Valjean.

So verfloß der Tag. Coſette bemühte ſich nicht, irgend etwas zu begreifen, und war unausſprechlich glücklich zwiſchen ihrer Puppe und dem guten Manne.

II. Zweifaches Unglück macht Glück.

Am nächſten Morgen mit Tagesanbruch ſtand Jean Valjean wieder neben dem Bette Coſettens. Er wartete hier regungslos und ſah ſie erwachen.

Etwas Neues war in ſeine Seele eingedrungen.

Jean Valjean hatte nie irgend etwas geliebt. Seit fünfundzwanzig Jahren ſtand er allein in der Welt. Er war nie Vater, Verlobter, Gatte, Freund geweſen. Im Bagno war er ſchlecht, finſter, keuſch, unwiſſend und wild. Das Herz dieſes alten Galeerenſträflings war von Jung⸗ fräulichkeit erfüllt. Seine Schweſter und die Kinder ſeiner Schweſter hatten in ihm nur eine undeutliche Erinnerung zurückgelaſſen, die zuletzt beinahe ganz verſchwunden war. Er hatte alles Mögliche gethan, um ſie wieder aufzufinden,

und da ihm dies nicht gelingen wollte, hatte er ſie endlich

vergeſſen. So iſt die menſchliche Natur beſchaffen. Hatte 6 13*