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es ſich befand, und fuhr fort zu ſchlafen, ohne zu wiſſen, wo es war.
Jean Valjean bückte ſich und küßte die Hand dieſes Kindes. 3 Neun Monate zuvor küßte er die Hand der Mutter, welche anch entſchlafen war.
Daſſelbe ſchmerzhafte, religiöſe, ſtechende Gefühl er⸗ füllte ſein Herz.
Er kniete nieder an dem Bette Coſettens.
Schon war es heller Tag und noch immer ſchlief das Kind. Ein matter Strahl der Decemberſonne drang durch das Fenſter der Kammer und zeichnete einen ſchmalen Licht⸗ ſtreifen auf den Boden. Plötzlich raſſelte ein ſchwer beladener Karren mit Steinen über das Pflaſter des Boulevard, und erſchütterte die Baracke wie das Rollen des Donners, ſo daß ſie von oben bis unten erzitterte.
„Ja, Madame!“ rief Coſette aus dem Schlafe auf⸗ geſchreckt.„Hier bin ich! hier bin ich.“
Sie ſprang aus dem Bette, die Augenlider noch halb geſchloſſen durch das Gewicht des Schlafes, und ſtreckte die Arme gegen die Ecke der Mauer aus.
„Ach mein Gott! Mein Beſen!“ rief ſie.
Sie öffnete jetzt die Augen vollends und erblickte das lächelnde Geſicht Jean Valijean's.
„Ach ja, es iſt wahr!“ ſagte das Kind.„Guten Morgen, mein Herr!“
Die Kinder nehmen leicht und vertraut die Freude und das Glück an, da ſie ſelbſt von Natur eigentlich Freude und Glück ſind.
Coſette erblickte am Fußende des Bettes Catharinen, bemächtigte ſich derſelben, und während ſie mit der Puppe ſpielte, richtete ſie hundert Fragen an Jean Valjean.
Wo ſie wäre? Ob Paris groß ſei? Ob Madame Thénardier weit entfernt wäre? Ob ſie auch nie wieder⸗


