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dem Boulevard eine große drei Viertel abgeſtorbene Ulme, und daneben lag die Rue de la Barrière des Gobelins, damals ohne Häuſer und ungepflaſtert, beſetzt mit verkrüp⸗ pelten Bäumen, grün oder ſtaubig, je nach der Jahreszeit.
Ein Vitriolgeruch ſtieg in einzelnen Stößen aus einer benachbarten Fabrik auf.
Die Barrisère lag ganz nahe. 1823 ſtand die Um⸗ faſſungsmauer noch.
Die Barridère war ganz dazu geeignet, finſtere Gedan⸗ ken zu erwecken. Sie führte zu dem Wege nach Biczétre. Auf dieſem Wege kehrten unter dem Kaiſerreich und der Reſtauration die zum Tode Verurtheilten am Tage ihrer Verurtheilung nach Paris zurück. Hier wurde 1829 jene geheimnißvolle Mordthat vollbracht, welche die von der „Barrière von Fontainebleau“ genannt worden iſt, deren Urheber die Gerechtigkeit nicht zu entdecken vermocht hat,
ein finſteres Problem, das nicht erklärt, ein entſetzliches
Räthſel, das nicht aufgelöſt worden iſt. Macht man einige Schritte weiter, ſo tritt man auf die verhängnißvolle Rue Covulebarbe wo Ulbach beim Rollen des Donners wie in einem Melodrama die Ziegenhirtin von IJvry erdolchte. Noch einige Schritte weiter, ſo gelangte man zu den ent⸗ ſetzlichen Ulmen der Barrière St. Jacques, jenem pilanthro⸗ piſchen Verſteck des Schaffots, jenem kleinen und ſchmach⸗ vollen Grèveplatze, der vor der Todesſtrafe zurückgewichen iſt, indem er weder wagte, ſie voll Größe abzuſchaffen, noch ſie voll Autorität beizubehalten.
Ließ man dieſen Platz St. Jacques liegen, der gewiſ⸗ ſermaßen vom Verhängniß bezeichnet und ſtets entſetzlich war, ſo kam man vor ſiebenunddreißig Jahren zu dem finſterſten Orte dieſes traurigen Boulevards, der noch jetzt ſo wenig anziehend iſt, nämlich zu der Barracke 50— 52.
Wohnhäuſer ſind dort erſt fünfundzwanzig Jahre ſpäter entſtanden. Bei den trüben Gedanken, von denen man ſich


