Teil eines Werkes 
2. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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ratoren gab, von denen der eine Corbeau, der andere Renard hieß; zwei Namen, welche Lafontaine vorausſah. Die Ge⸗ legenheit war zu ſchön, als daß nicht Läſterzungen ſie hätten benutzen ſollen, und bald waren die beiden Rechtsgelehrten Gegenſtand allgemeiner Spöttereien.

Die beiden rechtſchaffenen Männer fühlten ſich durch die Spöttereien und die Witzeleien über ihre Namen verletzt und beſchloſſen, ſich derſelben zu entledigen, indem ſie ſich bittend an den König wendeten. Die Bittſchrift wurde Ludwig XV. an dem Tage überreicht, an welchem der päpſtliche Nuntius auf der einen Seite und der Cardinal La Roche⸗Aymon auf der andern ehrerbietigſt in Gegenwart des Königs zu Füßen der Madame Dubarry knieten, indem jeder derſelben einen der beiden nackten Füße, welche ſie aus dem Bette ſtreckte, mit einem Pantoffel bekleidete. Der König, der darüber laut lachte, fuhr zu lachen fort, als er die Bittſchriften der beiden Procuratoren las, und bewilligte gnädig die Veränderung der beiden Namen. Meiſter Cor⸗ beau wurde es geſtattet, ſeinen Anfangsbuchſtaben einen Schnörkel hinzuzufügen und ſich künftig Gorbeau zu nennen. Meiſter Renard war minder glücklich; er konnte nichts weiter erlangen, als die Erlaubniß, vor das R ſeines Na⸗ mens ein P zu ſetzen und ſich folglich künftig Prenard zu nennen.*)

Der localen Tradition zufolge war dieſer Meiſter Prenard Beſitzer des Hauſes Nr. 50 52 auf dem Bou⸗ levard de l'Hopitol. Es ſollte ſogar von ihm das bemer⸗ kenswerthe Fenſter herrühren.

Daher der Name Baracke Gorbeau.

Der Nummer 50 52 grade gegenüber ſtand auf

*) Unüberſetzbares Wortſpiel zwiſchen renard, Fuchs, und prenard, Nehmer. Der neue Name war daher kaum weniger bezeichnend, als der frühere.