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mehr die Vorübergehenden bedrohten, als die Einwohner ſchützten.
Die Thür, welche ein ſchmutziges, und das Fenſter, welches ein vornehmes Ausſehen hatte, wenn auch etwas verfallen, ſo an einem und demſelben Hauſe vereinigt, machten die Wirkung von zwei ungleichen Bettlern, von denen der eine ſtets ein Lump, der andere aber früher ein anſtändiger Menſch geweſen zu ſein ſchien.
Die Treppe führte zu einem umfangreichen Gebäude, das einem Schuppen glich, welchen man in ein Haus ver⸗ wandelt hatte. Durch dieſes Gebäude führte ein langer Gang, auf dem ſich rechts und links die Thüren verſchiedener Gemächer von ungleichem Umfang öffueten, die, wenn man es ſtreng nahm, bewohnbar waren. Dieſe Zimmer bekamen ihr Licht von den anſtoßenden Beſitzungen. Das Ganze war finſter, traurig, erbärmlich, trübe, grabes⸗ ähnlich; je nachdem die Riſſe ſich in dem Dache oder in der Thür befanden, wurde es von kalten Sonnenſtrahlen oder von eiskaltem Winde durchdrungen. Eine intereſſante und maleriſche Eigenthümlichkeit dieſer Art von Wohnungen iſt die ungeheure Menge der darin lebenden Spinnen.
Ein Theil dieſes Gebäudes iſt unlängſt niedergeriſſen worden. Was davon noch ſteht, läßt auf das ſchließen, was es früher war. Das Ganze iſt nicht über hundert Jahre alt. Hundert Jahre ſind die Jugend einer Kirche und das Alter eines Hauſes. Es ſcheint als ob die Woh⸗ nung des Menſchen Schuld hätte an der Kürze ſeines Lebens und die Wohnung Gottes an deſſen Unvergänglichkeit.
Die Poſtboten nannten dieſes Haus Nr. 50— 52. In dem Stadtviertel aber war es unter den Namen Haus Gorbeau bekannt.
Wir wollen erwähnen, woher es dieſen Namen hatte.
Alterthumskrämer wiſſen, daß es in Paris im vergan⸗ genen Jahrhundert gegen 1770 am Chätelet zwei Procu⸗


