Teil eines Werkes 
2. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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und ließ den Schankwirth regungslos und verdutzt hinter ſich ſtehen.

Während ſie ſich entfernten, blickte Thénardier auf die breiten, etwas gebeugten Schultern und die großen, gewal⸗ tigen Fäuſte des Fremden.

Dann fielen ſeine Augen auf ſeine abgemagerten Arme, auf ſeine ſchwächlichen Hände herab, und er dachte:„Ich muß wirklich gewaltig einfältig ſein, daß ich mein Gewehr nicht mitgenommen habe, da ich doch auf die Jagd ging.“

Indeß ließ der Schankwirth ſeine Beute noch nicht fahren.

„Ich will doch wiſſen, wohin er geht,“ ſagte er und folgte ihm in einiger Entfernung. Ihm blieben zwei Dinge: der Hohn: das mit dem Namen Fantine unterzeichnete Papier, und ein Troſt: Die fünfzehnhundert Francs.

Der Mann ging mit Coſette in der Richtung auf Livry und Bondy. Er ging langſam weiter den Kopf geſenkt, in einer Hallung des Nachdenkens und der Trauer.

Der Winter hatte das Gehölz ſo durchſichtig gemacht⸗ daß Thénardier ſie nicht aus dem Auge verlor, obgleich er ſich ziemlich fern hielt. Von Zeit zu Zeit wendete der Menſch ſich um, um zu ſehen, ob man ihm nicht folgte. Plötz⸗ lich bemerkte er Thénardier. Er trat raſch mit Coſette in ein dichtes Gebüſch, welches Beide verbarg.

„Der Teufel!“ ſagte Thénardier.

Und er verdoppelte ſeine Schritte.

Die Dichtigkeit des Gebüſches hatte ihn gezwungen, ſich den Beiden zu nähern. Als der Mann den dichteſten Punkt erreicht hatte, wendete er ſich um. Thenardier ver⸗ ſuchte ſich hinter den dünnen Zweigen zu verſtecken, allein er konnte ſich dem Blicke des Fremden nicht entziehen.

Dieſer ſah ihn unwillig und mit einiger Beſorgniß an,

warf dann den Kopf zurück und verfolgte ſeinen Weg. Der Wirth ging ihm wieder nach. So machten ſie zwei⸗ oder