Teil eines Werkes 
2. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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bewußten Mannes. Das Gebüſch war viedrig. Thénardier erkannte, daß der Menſch und Coſette dort ſitzen müßten; das Kind ſah man wegen ſeiner Kleinheit nicht, aber man bemerkte den Kopf der Puppe.

Thénardier täuſchte ſich nicht. Der Menſch hatte ſich dort niedergeſetzt, um Coſette ein wenig ausruhen zu laſſen. Der Schenkwirth bog um das Gebüſch herum und erſchien plötzlich den Blicken derer, die er ſuchte.

„Verzeihung, Entſchuldigung, mein Herr,“ ſagte er ganz außer Athem,„aber hier ſind Ihre fünfzehnhundert Francs.“

Indem er ſo ſprach, reichte er dem Fremden die drei Bankbillets hin.

Der Mann erhob die Augen und ſagte:

„Was bedeutet das?“

Thénardier erwiderte ehrerbietig:

Mein Herr, das bedeutet, daß ich Coſette zurücknehme.“

Coſette erbebte und preßte ſich an den Mann an.

Dieſer entgegnete, indem er Thénardier feſt anſah und jede ſeiner Silben auseinanderdehnte:

„Sie neh— men Co— ſette— zu— rück?“

„Ja, mein Herr, ich nehme ſie wieder zurück. Ich muß Ihnen ſagen, daß ich mir die Sache überlegt habe. Ich habe in der That nicht das Recht, ſie Ihnen zu über⸗ laſſen. Ich bin ein rechtſchaffener Menſch, müſſen Sie wiſſen. Dieſe Kleine gehört nicht mir an, ſondern ihrer Mutter. Ihre Mutter hat ſie mir anvertraut, und ich kann ſie nur ihrer Mutter übergeben. Sie werden mir antwor⸗ ten: aber die Mutter iſt todt. Gut, in dieſem Falle kann ich das Kind nur einer Perſon übergeben, die mir eine Schrift bringt, die von der Mutter mit der Bemerkung un⸗ terzeichnet iſt, daß ich das Kind dieſer Perſon anvertrauen ſoll.— Das iſt deutlich, denke ich.“

Ohne zu antworten, griff der Mann in die Taſche