Teil eines Werkes 
2. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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richtige Spur; die Lerche und der Menſch waren in der Richtung nach Livry geſehen worden. Er folgte dieſer An⸗ deutung, indem er mit großen Schritten vorwärts ging, und dabei mit ſich ſelbſt ſprach.

„Dieſer Menſch iſt offenbar ein gelbgekleideter Millio⸗ nair, und ich bin ein dummes Thier. Er hat zuerſt zwan⸗ zig Sous gegeben, dann fünf Francs, dann fünfzig Franes, dann fünfhundert Francs, und Alles immer gleich leicht. Er hätte ebenſo gut auch fünfzehntauſend Francs gegeben, doch ich fange ihn ſchon noch.“

„Und dann das ſchon im voraus hergerichtete Päckchen mit Kleidern für die Kleine; das Alles war höchſt ſonder⸗ bar. Darunter lag irgend ein Geheimniß. Man läßt Ge⸗ heimniſſe nicht ſo leicht fahren, wenn man ſie einmal gefaßt hat. Die Geheimniſſe der Reichen ſind mit Gold gefüllte Schwämme, man muß ſie nur zu drücken verſtehen.“

Alle dieſe Gedanken wirbelten ihm im Kopfe umher.

„Ich bin ein dummes Thier geweſen,“ wiederholte er nochmals.

Wenn man Montfermeil verlaſſen und die Biegung erreicht hat, welche die Straße macht, die nach Livry führt, ſieht man ſie in großer Ausdehnung gerade vor ſich hin über die Ebene ſich ziehen. Als Thénardier hierher gekommen war, berechnete er, daß er den Menſchen und die Kleine müßte bemerken können. Er ſah, ſo weit ſein Auge reichte, und entdeckte nichts. Er erkundigte ſich wieder. Darüber verlor er indeß Zeit.

Vorübergehende ſagten ihm, daß der Menſch und das Kind, die er ſuchte, gegen den Wald nach der Richtung von Gagny gegangen wären. Er eilte in dieſer Richtung vor⸗ wärts.

Sie hatten einen Vorſprung vor ihm, aber das Kind ging nur langſam und er ſchnell, und dann war ihm auch die Gegend genau bekannt.