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wodurch er ſich gereitzt fühlte. Die ganze Nacht über hatte er nachgedacht. Der Vater Coſettens konnte er nicht ſein. War es vielleicht der Großvater? Weshalb denn aber ſich nicht ſogleich zu erkennen geben? Hat man ein Recht, ſo zeigt man es. Dieſer Menſch hatte offenbar kein Recht auf Coſette. Wer war er denn aber? Thénardier verlor ſich in Vermuthungen. Er überblickte Alles und ſah nichts deut⸗ lich. Indem er aber das Geſpräch mit dem Manne be⸗ gann, hielt er ſich überzeugt, daß in dem Namen ein Ge⸗ heimniß lag, daß der Menſch im Dunkeln zu bleiben wünſchte und er fühlte ſich dadurch ſtark; bei der ruhigen, feſten Antwort des Fremden und als er ſah, daß dieſer ge⸗ heimnißvolle Menſch ſo ganz einfach geheimnißvoll blieb, fühlte er ſich ſchwach werden. Etwas ähnliches hatte er nicht erwartet. Es war die Vernichtung ſeiner Vermuthun⸗ gen. Er ſammelte ſeine Gedanken und wog alles in einer Sekunde ab. Thénardier gehörte zu jenen Menſchen, welche mit einem einzigen Blicke eine Lage erfaſſen. Er glaubte, es ſei der Augenblick gekommen, gerade und raſch vorwärts zu gehen. Er handelte wie jene großen Feldherren, die den entſcheidenden Augenblick allein zu erfaſſen vermögen, und demaskirte plötzlich ſeine Batterien.
„Mein Herr,“ ſagte er„ich brauche fünfzehnhundert Francs.“
Der Fremde zog aus ſeiner Seitentaſche eine alte ſchwarzlederne Brieftaſche, öffnete ſie, nahm die Bankbillets heraus und legte ſie auf den Tiſch. Dann drückte er ſeinen Daumen auf die Banknoten und ſagte zu dem Schenkwirth:
„Laſſen Sie Coſette kommen.“
Was machte Coſette, während dies Alles vorging?
Coſette war, als ſie erwachte, nach ihrem Holzſchuh geeilt. Sie hatte darin das Goldſtück gefunden. Es war kein Napoleonsd'or, ſondern eines jener ganz neuen Zwanzig⸗ francsſtücke der Reſtauration. Coſette war geblendet. Ihr


