Teil eines Werkes 
2. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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24 lebt in jeder Einbildungskraft, mit Beifall begrüßt von den Einen, mit ſtrengen Blicken betrachtet von den Andern.

Dieſe Geſtalt hat lange im hellen Lichte geſtanden, dies rührt von einer gewiſſen legendenartigen Verdunkelung her, welche die meiſten Helden um ſich her verbreiten und die ſtets längere oder kürzere Zeit die Wahrheit verhüllt; aber jetzt iſt die Geſchichte und das helle Tageslicht be⸗ kannt.

Dieſe Beleuchtung der Geſchichte iſt unerbittlich, ſie beſitzt das Eigenthümliche und Göttliche, daß ſie, ſo ſehr ſie Licht iſt und eben weil ſie Licht iſt, oft da Schatten ver⸗ breitet, wo man früher nur helle Strahlen ſah; aus dem ſelben Menſchen machte ſie zwei von einander verſchiedene Phantome; eines greift das andere an; läßt demſelben Ge⸗ rechtigkeit widerfahren und die Schatten des Despoten kämpfen mit dem glänzenden Lichte des Feldherrn. Daraus entſpringt ein richtiges Maaß bei der letzten Würdigung durch die Völker. Das vernichtete Babylon verkleinert Alexander, das gefeſſelte Rom verkleinert Cäſar; das ge⸗ tödtete Jeruſalem verkleinert Titus; die Tyrannei folgt dem Tyrannen. Es iſt ein Unglück für einen Menſchen, wenn er hinter ſich die Nacht zurückläßt, welche ſeine Geſtalt an⸗ nimmt.

V. Das quid obseurum der Schlachten.

Alle Welt kennt den erſten Abſchnitt dieſer Schlacht; ein unruhiger, ungewiſſer, zögernder, drohender Anfang für

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