16
Er beſteht aus drei Theilen, die man beinahe drei Acte nennen könnte. Der erſte Theil iſt ein Garten, der zweite der Obſtgarten, der dritte ein Gebüſch. Dieſe drei Theile haben eine gemeinſchaftliche Einfriedigung, aus der Seite des Einganges, zu den Gebäuden des Schloſſes und des Pachthofes, links eine Hecke, rechts eine Mauer und im Hintergrunde ebenfalls eine Mauer. Die Mauer rechts iſt von Ziegelſteinen, die im Hintergrunde von Quadern. Man tritt zunächſt in den Garten. Er geht von unten nach oben, iſt bepflanzt mit Stachelbeerſträuchen, bedeckt mit einer wilden Vegetation und geſchloſſen durch eine Terraſſe von behauenen Steinen mit Baluſtraden. Es iſt ein herrſchaft⸗ licher Garten in dem erſten franzöſiſchen Styl, welcher dem von Le Notre voranging; jetzt iſt er verfallen und ver⸗ wachſen. Die Baluſtraden tragen große Steinkugeln. Es ſtehen noch dreiundvierzig dieſer Pfeiler; die übrigen liegen im Graſe. Beinahe alle tragen die Spuren von Schüſſen.
In dieſem Garten, der niedriger liegt, wie der Baum⸗ garten, wurden ſechs Voltigeure des 1. leichten Regiments, welche eingedrungen waren und nicht wieder hinaus konnten, gehetzt, wie Bären in ihrer Grube und nahmen den Kampf gegen zwei Compagnien Hannoveraner an, von denen eine mit Büchſen bewaffnet war. Die Hannoveraner hatten die Baluſtraden beſetzt und ſchoſſen von oben. Die Voltigeurs erwiderten das Feuer von unten, ſechs gegen zweihundert, unerſchrocken, ohne andern Schutz, als die Stachelbeerſträu⸗ cher und brauchten eine Viertelſtunde, um zu ſterben.
Man ſteigt einige Stufen hinauf und kömmt aus dem Garten in den eigentlichen Obſtgarten. Hier, auf dem Raume von einigen Quadratklaftern, fielen fünfhundert Menſchen binnen weniger als einer Stunde. Die Mauer ſcheint im Begriff zu ſein, den Kampf zu erneuern. Die achtunddreißig Schießſcharten, welche durch die Engländer in ungleicher Höhe hineingebrochen wurden, ſind noch darin.


