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Weshalb iſt an dieſem keine Winde und kein Eimer?— Weil man daraus kein Waſſer mehr ſchöpft.— Weshalb nicht?— Weil er mit Gerippen angefüllt iſt.
Der Letzte, welcher Waſſer aus dieſem Brunnen ſchöpfte, hieß Wilhelm van Kylſom. Er war ein Bauer, der in Hougomont wohnte und hier die Dienſte des Gärtners ver⸗ richtete. Am 18. Juni 1815 ergriff ſeine Familie die Flucht und verſteckte ſich in dem Walde.
Der Wald, welcher die Abtei Villers umgiebt, ſchützte mehrere Nächte und mehrere Tage lang alle dieſe unglück⸗ lichen verjagten Bevölkerungen. Noch jetzt deuten gewiſſe kennbare Zeichen, wie verbrannte Baumſtämme, die Plätze dieſer armen mit Zittern unter den grünen Hallen errichteten Bivouacs.
Wilhelm van Kylſom blieb in Hougomont, um das Schloß zu bewachen und verſteckte ſich dazu in einem Keller. Die Engländer entdeckten ihn. Man entriß ihn ſeinem Ver⸗ ſtecke, und mit flachen Säbelhieben zwangen die Kämpfer dieſen von Furcht ergriffenen Menſchen, ſie zu bedienen. Sie hatten Durſt; dieſer Wilhelm brachte ihnen zu trinken. Aus dem erwähnten Brunnen ſchöpfte er das Waſſer. Viele tranken dabei ihren letzten Schluck. Dieſer Brunnen, aus dem ſo viele Todte tranken, ſollte ſeinerſeits ebenfalls ſterben.
Nach dem Kampfe hatte man Eile, alle die Leichen zu beerdigen. Der Tod hat eine eigene Art, den Sieg zu be⸗ kämpfen und dem Ruhme läßt er oft die Peſt folgen. Der Typhus iſt ein Anhängſel des Triumphes. Dieſer Brunnen war tief, und man verwandelte ihn in eine Gruft. Man warf dreihundert Todte hinein. Vielleicht verfuhr man dabei zu eilig. Waren alle todt? Die Legende ſagt nein. In der Nacht, welche auf dieſe Beerdigung folgte, will man aus der Tiefe des Brunnens ſchwache Hülferufe ver⸗ nommen haben.
Dieſer Brunnen ſteht einſam mitten auf dem Hofe.
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