Innere, welches wieder ruhig wurde, iſt ſonderbar. Man hat ſeit dem Blutbade darin nicht wieder Meſſe geleſen. Gleichwohl iſt der Altar ſtehen geblieben, ein Altar von rohem Holz, gelehnt an eine Mauer von rohen Steinen. Vier Kalkwände, eine Thür, dem Altar gegenüber, zwei kleine Spitzfenſter, ein hölzernes Kruzifir auf der Thür, über dem Kruzifix ein mit Heu verſtopftes Luftloch, in der Ecke, am Boden, ein ganz zertrümmerter Beichtſtuhl,— ſo iſt jetzt dieſe Kapelle. Neben dem Altare iſt an der Mauer eine Bildſäule der heiligen Anna, aus dem fünf⸗ zehnten Jahrhundert herrührend, feſtgenagelt; den Kopf des Jeſuskindes hat eine Kartätſchkugel fortgeriſſen. Die Fran⸗ zoſen, welche einen Augenblick Herren der Kapelle waren, dann aber wieder daraus verdrängt wurden, haben ſie in Brand geſteckt. Die Flammen haben dieſes Gebäude er⸗ füllt; es war in einen Ofen verwandelt; die Thür, der Fuß⸗ boden, ſind verbrannt worden, das hölzerne Chriſtusbild aber blieb verſchont. Das Feuer hat ihm die Zehen verzehrt, von denen man nur noch die geſchwärzten Stummel ſieht, dann aber hat es Halt gemacht. Ein Wunder nach der Meinung der Landleute. Das geköpfte Jeſuskind iſt nicht ſo glücklich geweſen, wie der Chriſtus.
Die Mauern ſind mit Inſchriften bedeckt. Neben den Füßen des Chriſtusbildes ließt man den Namen Henquinez. Dann die anderen: Conde de Rio Maior. Marques y Marquesa de Almagro(Habaua). Es ſtehen hier auch franzöſiſche Namen, daneben mit Ausrufungszeichen, Beweiſe des Zornes. Man hat die Mauern 1849 friſch geweißk. Die Nationen beſchimpften ſich auf denſelben.
An der Thür dieſer Kapelle iſt eine Leiche aufgehoben worden, welche eine Axt in der Hand hielt. Es war die des Unterlieutenant Legros.
Bei dem Austritt aus der Kapelle ſieht man links einen Brunnen. Es ſind deren zwei auf dem Hofe. Man fragt:


