Teil eines Werkes 
2. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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gomons. Der Ritterſitz wurde von Hugo Herrn von Somerel erbaut, demſelben, welcher in der Abtei Villers die reichſte Kapellanſtelle ſtiftete.

Der Wanderer ſtieß die Thür auf, ſtreifte unter dem Thorwege an eine alte Kaleſche an und trat auf den Hof.

Das Erſte, was ihm hier auffiel, war eine Thür aus dem ſechszehnten Jahrhundert, die eine Arkade darſtellt, da Alles ringsum ſie her niedergeſtürzt iſt. Eine Ruine nimmt oft das Anſehen eines Denkmales an. Neben der Arkade befindet ſich in einer Mauer eine andere Thür mit einem Spitzbogen aus der Zeit Heinrichs IV. Durch dieſe Thür erblickt man die Bäume eines Obſtgartens; neben dieſer Thür eine Miſtgrube, Hacken, Schaufeln, einige Karren, einen alten Brunnen mit ſeinem Schöpfſteine und ſeiner eiſernen Winde, ein ſpringendes Füllen, einen radſchlagenden Truthahn, eine Kapelle mit einem kleinen Thürmchen, einen blühenden Spalier⸗Pflaumenbaum an der Mauer der Kapelle; das war der Hof, deſſen Eroberung ein Traum Napoleons war. Dieſer Erdwinkel würde ihm, hätte er ihn zu nehmen ver⸗ mocht, die Welt überliefert haben. Hühner pickten darauf mit dem Schnabel in dem Staube umher. Man hört ein Knurren; es iſt ein großer Hund, der die Zähne zeigt und die Stelle der Engländer einnimmt.

Die Engländer ſind hier bewundernswürdig geweſen. Die vier Compagnien Garde von Cooke haben hier ſieben Stunden lang den hartnäckigen Angriffen einer ganzen Armee Widerſtand geleiſtet.

Hougomont bietet auf der Karte mit ſeinen Gebäuden und Umhegungen den Anblick eines unregelmäßigen Recht⸗ eckes, deſſen einer Winkel einſpringend iſt. In dieſem Winkel liegt das ſüdliche Thor, vertheidigt durch die Mauer, von welcher es in nächſter Nähe beſtrichen werden kann. Hougo⸗ mont hat zwei Thore: das ſüdliche, das des Schloſſes, und