Teil eines Werkes 
2. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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das nördliche, das des Pachthofes. Napoleon ſchickte gegen Hougomont ſeinen Bruder Jérome; die Diviſionen Gullle⸗ minot Foy und Bachelu drängten ſich hier zuſammen; bei⸗ nahe das ganze Corps von Reille wurde hier verwundet und ſcheiterte; die Kanonenkugeln Kellermann's erſchöpften ſich an dieſem heldenmüthigen Stückchen Mauer. Die Bri⸗ gade Bauduin war nicht zu viel, um Hougomont im Norden zu forciren, und im Süden konnte die Brigade Soye es nur beſchädigen, nicht nehmen.

Die Gebäude des Pachthofes begrenzen den Hof im Süden. Ein Theil des nördlichen Thores, welches von den Franzoſen zertrümmert wurde, hängt von der Mauer herab. Es ſind vier Bretter, auf zwei Querbalken genagelt und man erblickt darauf noch die Narben des Angriffes.

Das nördliche Thor, welches durch die Franzoſen ge⸗ ſprengt wurde, und an welchem man den von der Mauer herabhängenden Theil ergänzte, öffnet ſich im Hintergrunde des Hofes; es iſt in eine Mauer eingelaſſen, die den Hof im Norden ſchließt und unten aus Quadern, oben aus Ziegel⸗ ſteinen beſteht. Es iſt ein einfaches Thor, wie man der⸗ gleichen auf allen Ackerhöfen findet und hat zwei große Flügel von rohen Brettern. Jenſeit des Thores liegen Wieſen.

Der Kampf um dies Thor war wüthend. Lange Zeit konnte man an dem oberen Theile alle Arten Spuren von blutigen Händen ſehen. Hier wurde Bauduin getödtet.

Der Sturm des Kampfes weilt noch auf dieſem Hofe; die Greuel deſſelben ſind uͤberall ſichtbar; das Gewirr des Gemetzels iſt hier verſteinert; das lebt, das ſtirbt; es war erſt geſtern. Die Mauern liegen im Todeskampfe, die Steine fallen, die Breſchen ſchreien, die Löcher ſind Wunden, die ſich ſenkenden und zitternden Bäume ſcheinen Anſtrengun⸗ gen zu machen, um zu entfliehen.

Dieſer Hof war 1815 mehr bebaut, wie jetzt. Ge⸗