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einen Seite der Chauſſee bedecken, verlieren ſich auf der anderen Seite auf den Wieſen und ziehen ſich voll Anmuth und in Unordnung bis gegen Braine⸗'Alleud.
Hier ſtand rechts an der Straße ein Wirthshaus, vor der Thür deſſelben ein vierräderiger Wagen, ein großer Haufen Hopfenſtangen, ein Pflug, eine Menge trockener Reiſigbündel lagen neben einer lebendigen Hecke, Kalk dampfte in einem viereckigen Loche, eine Leiter hing an einem alten Schuppen mit Lehmwänden. Ein junges Mädchen gätete das Unkraut aus einem Felde, neben welchem ein großer gelber Zettel, wahrſcheinlich die Ankündigung einer Sehens⸗ würdigkeit der letzten Kirmeß, im Winde flatterte. An der Ecke des Wirthshauſes, neben einem Tümpel, auf welchem eine Menge Enten umherſchwammen, führte ein ſchlecht ge⸗ pflaſterter Fußpfad in das Gebüſch. Der Wanderer betrat dieſen Pfad.
Nach etwa hundert Schritten neben einer Mauer ent⸗ lang, die aus dem funfzehnten Jahrhundert ſtammte und von einem ſpitzen Taubenſchlage, aus Ziegelſteinen erbaut, über⸗ ragt wurde, befand er ſich vor einem großen Spitzbogen⸗ thore mit gradlinigem Simswerk in dem ernſten Style der Zeit Ludwigs XIV., zu beiden Seiten an flache Medaillons gelehnt. Eine ſtrenge Facade erhob ſich über dem Thore; eine Mauer, perpendieulair gegen die Facade, reichte bis beinahe zu dem Thore, das ſie im rechten Winkel umgab. Auf der Wieſe vor dem Thore lagen drei Eggen, zwiſchen denen in buntem Gemiſch alle Blumen des Mai hervor⸗ wuchſen. Die Thür war geſchloſſen. Sie hatte zwei ver⸗ fallene Flügel, geſchmückt mit einem alten verroſteten Hammer.
Die Sonne war lieblich; die Zweige zeigten jenes ſanfte Leben des Mai, welches noch mehr von den Neſtern, als von dem Winde herzurühren ſcheint. Ein munterer kleiner Vogel, wahrſcheinlich verliebt, ſchmetterte gewaltig auf einem großen Baume.


