Teil eines Werkes 
1. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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zu ſagen, einen Sturm. Es betrübt uns, nicht verhehlen zu können, daß nach der bloßen Aeußerung:Er war ein Galeerenzüchtling beinahe alle Welt ſich von ihm wendete. Binnen weniger als zwei Stunden war all das Gute, das er gethan hatte, vergeſſen, und er blieb nur nochein, Ga⸗ leerenſträfling. Es iſt übrigens gerecht, zu ſagen, daß man noch nicht die näheren Umſtände der Ereigniſſe in Arras kannte. Den ganzen Tag hörte man überall in der Stadt Aeußerungen wie die folgenden:

Wiſſen Sie noch nicht? Er war ein entlaſſener Galeerenſträfling! Wer das? Der Maire. Pah! Herr Madeleine? Ja. Wirklich? Er hieß nicht Madeleine; er hat einen abſcheulichen Namen, Béjean, Bojean, Boujean. Ach mein Gott! Er iſt verhaftet. Verhaftet! Im Stadtgefängniß, bis er abgeführt wird. Bis man ihn abführt! Man wird ihn abführen. Wohin wird man ihn abführen? Er wird vor die Aſſiſen geſtellt werden wegen Straßenraubes, den er früher verübt hat. Nun, ich ahnte ſo etwas. Er war zu gut, zu vollkommen, zu vortrefflich. Er lehnte das Kreuz ab, er ſchenkte an alle kleine Schelme, die ihm begegneten, Sous. Ich habe immer gedacht, daß darunter irgend eine ſchlechte Geſchichte läge.

Die Salons beſonders äußerten ſich in dieſem Sinne.

Eine alte Dame, Abonnentin des Drapeau Blanc, machte die Bemerkung, deren Tiefe beinahe nicht zu ergrün⸗ den iſt:

Ich bin nicht böſe darüber. Das wird die Bona⸗ partiſten lehren!

So verſchwand das Phantom, das ſich Herr Made⸗ leine genannt hatte, in M. am M. Nur drei oder vier Perſonen in der Stadt blieben ſeinem Andenken treu.