Teil eines Werkes 
1. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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ſinnige Ausſtattung, Alles zu Dutzenden; und ſeidene Klei⸗ der, wie eine Dame. Alles iſt da in meinem Nachtſacke.

Das müſſen Sie geben, entgegnete die Manns⸗ ſtimme.

Ich glaube wohl, daß ich es geben werde, ſagte die Mutter. Es wäre doch närriſch, wenn ich meine Tochter ganz nackt ließe.

Das Geſicht des Hausherrn erſchien.

Es iſt gut, ſagte er.

Der Handel wurde geſchloſſen. Die Mutter brachte die Nacht in dem Wirthshauſe zu, bezahlte ihr Geld, ließ ihr Kind zurück, ſchnallte ihre Reiſetaſche wieder zu, welche durch die Ausſtattung der Kleinen ſehr leicht geworden war, und reiſte am folgenden Morgen ab, indem ſie darauf rechnete, bald zurück zu kommen. Man ordnet ruhig eine ſolche Abreiſe, aber es iſt eine verzweiflungsvolle Trennung.

Eine Nachbarin der Thénardier begegnete der Mutter, wie ſie ſich entfernte, und als ſie nach Haus kam, ſagte ſie:

Ich habe ſo eben auf der Straße eine Frau ge⸗ ſehen, die weinte, das es einem das Herz zerriß.

Als Coſetten's Mutter fort war, ſagte der Mann zu ſeiner Frau:

Das wird meinen Wechſel von hundert und zehn Francs decken, der morgen fällig iſt. Es fehlten mir dazu noch funfzig Francs. Weißt Du, daß ich den Gerichts⸗ boten und einen Proteſt gehabt hätte? Du haſt da eine hübſche Mauſefalle mit Deinen beiden Kleinen gemacht.

Ohne es zu ahnenl! ſagte die Frau.