Teil eines Werkes 
1. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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Die Mutter Coſettens fuhr fort:

Sehen Sie, ich kann meine Tochter nicht mit mir nehmen. Die Arbeit erlaubt dies nicht. Mit einem Kinde findet man nirgends eine Stelle. Sie ſind ſo lächerlich in meiner Heimath. Der liebe Gott hat mich vor Ihrem Gaſt⸗ hauſe vorübergeführt. Als ich Ihre Kleinen ſo hübſch, ſo reinlich, ſo zufrieden ſah, hat mich das ergriffen. Ich ſagte, das iſt eine gute Mutter. Richtig, ſie werden drei Schweſtern ſein. Und dann werde ich auch bald zurückkehren. Wollen Sie mir mein Kind aufbewahren?

Man muß ſehen, ſagte die Thénardier.

Ich gebe ſechs Francs monatlich.

Hier rief eine Männerſtimme aus dem Hintergrunde der Kneipe:

Für nicht weniger als ſieben Francs und ſechs Monat Vorauszahlung.

Sechs mal ſieben macht 42, ſagte die Thénardier.

Ich habe ſie, ſagte die Mutter.

und außerdem fünfzehn Francs für die erſten Aus⸗ lagen, fügte die Männerſtimme hinzu.

Zuſammen ſieben und funfzig Francs, ſagte Ma⸗ dame Thénardier, und zwiſchen den Zahlen trällerte ſie.

Es muß ſein! ſagte der Krieger.

Ich gebe ſie, ſagte die Mutter. Ich habe achtzig Francs. Es bleibt mir noch genug, um in meine Heimath zu kommen, wenn ich zu Fuß gehe. Ich werde dort unten Geld verdienen, und ſobald ich etwas gewonnen habe, komme ich meinen Liebling zu holen.

Die Männerſtimme rief wieder:

Hat die Kleine eine Ausſtattung?

Es iſt mein Mann, bemerkte Madame Thénardier.

Ohne Zweifel hat ſie eine Ausſtattung, der arme Schatz. Ich habe wohl geſehen, daß das Ihr Mann iſt. Und noch dazu eine ſchöne Ausſtattung! Eine un⸗