„Ob ich glücklich bin?“— Ich ſchwieg darauf, und was mögen Sie aus meinem Verſtummen her⸗ ausgehört haben? Sie kamen in einer Aufregung, die mir ſchmerzlich war, und gingen aufgeregter, als Sie gekommen waren. Sie ſind mir zu werth, als daß mir dies gleichgültig ſein könnte. Die Frage, die mir meine aufrichtige Freundſchaft für Sie nahe legte: ob Sie nicht glücklich ſeien— wurde mir durch Ihren Anblick erſpart.
Ich will es nicht wiſſen, was Sie unglücklich macht. Ich habe das Vertrauen zu Ihnen, daß Sie in keinem Kampf des Lebens unmännlich die Waffen ſtrecken werden, ehe Sie ſie ritterlich geführt haben.
Aber vielleicht wird es Ihren Muth erneuen, wenn Ihnen Ihre Freundin ſagt, daß ſie Nichts ſo herzlich wünſcht, als Ihren Sieg in jeder Gefahr. Und beruhigen wird es Sie, zu wiſſen, daß die Sorge um mich und mein Glück Ihnen geſpart ſein ſoll. Denn ja! ich bin glücklich, lieber Freund, und was mir zur vollen Dankbarkeit gegen den Himmel gebricht, das hoffe ich mir zu erwerben.
Sie haben mich, ſeit mein Mann fern iſt, oft


