Druckschrift 
Neue Novellen : Slg. 2 / [Paul Johann Ludwig Heyse]
Einzelbild herunterladen

31

Hörſt du nicht, daß es mein Wille iſt? unter⸗

brach er ſie mit Heftigkeit,daß ich jetzt ſchlafen

will, Mädchen, und allein? Was

und machſt dich kränker? Wenn du nicht fühlſt,

daß meine Ehre mich von dir reißt,

deinem Schooß, zum Hätſcheln und

redeſt du irre

ſo hätteſt du

nie für mich getaugt. Ich bin keine Puppe auf

Poſſentreiben.

Ich habe meine Wege vor mir gezeichnet, und ſie

ſind zu enge für Zwei. Zeige mir

das Fell, auf

dem ich die Nacht zubringen ſolt, und dann laß

uns einander vergeſſen!

Und wenn du mich mit Schlägen von dir

triebeſt, ich ginge nicht! Wenn ſiche

der Tod zwi

ſchen uns ſtellte, ich jagte dich ihm ab mit dieſen gu

ten Armen. Auf Tod und Leben

Filippo!

;

du biſt mein,

Still! rief er überlaut. Die Röthe ſtieg ihm

die heftige Geſtalt von ſich drängte.

nun iſt's aus für heut und immer.

jählings in die Stirn, indem er mit beiden Armen

Still! Und

Bin ich ein

Ding, das an ſich reißen kann, wer will, und wem

es in die Augen ſticht? Ein Menſch bin ich, und

wer mich haben ſoll, dem muß ich mich geſchenkt